Wiener Barock – Würzburger Barock

Würzburg Plakat-10-11  Würzburg Plakat-11-11

 

Konzert I – 10. November 2017
Wiener Barock – "Amore traditore" – Liebe und Verrat am Habsburger Hof
19:30 – 21:00 Uhr – Bürgerspitalkirche

(http://wuerzburgwiki.de/wiki/B%C3%BCrgerspitalkirche)

Barocke Arien und Instrumentalwerke für Violine, Viola da Gamba, Orgel und Countertenor.
Werke von Antonio Bertali, Antonio Caldara, Attilio Ariosti u.a.

Während der Regentschaft der komponierenden Habsburger Kaiser Leopold I. und seinem Sohn Joseph I. entwickelte sich Wien zur führenden Musikmetropole Europas, eine Stellung, welche sie bis ins beginnende 19. Jahrhundert innehaben sollte. In einem kammermusikalischen Konzert werden einige selten gespielte Werke zur Aufführung gebracht, die zugleich einen Einblick in die Ausdruckswelten der barocken Oper geben: Die auf der Bühne dargestellten Intrigen führen dem Zuseher heute wie damals die Komplexität menschlicher Beziehungen vor Augen. Das Spannungsfeld zweier gegensätzlicher Affekte, das Da Capo-Arien wie instrumentale Sonaten prägt, lässt uns die Musikwelt des Wiener Kaiserhofes auch nach über 300 Jahren lebendig erfahren.

Armin Gramer – Countertenor, Esther Neumann – Violine, Christoph Prendl – Viola da Gamba, Sebastian Bausch – Cembalo

 

Konzert II – 11. November 2017 
Würzburger Barock – Musik am Hof der Fürstbischöfe
17:00 – 18:00 Uhr –Residenz Würzburg / Hofkirche

(http://www.wuerzburgwiki.de/wiki/Hofkirche)
18:00 – 18:30 Uhr – Sektempfang im Foyer des Fürstensaales
Ortswechsel von der Hofkirche in den Fürstensaal
18:30 – 20:00 Uhr –Residenz Würzburg / Fürstensaal
(http://www.residenz-wuerzburg.de/deutsch/residenz/fuersten.htm)

Werke von Johann Valentin Rathgeber, Johann Daniel Hardt, Andrea Ziani, Anton Guretzky u.a.

Im Jahr 1719 beauftragte Erzbischof Johann Philipp Franz von Schönborn den damals noch unbekannten Architekten Balthasar Neumann mit dem Bau seiner neuen Residenz, heute eines der berühmtesten Barockschlösser weltweit. Dass der Bischof und seine Brüder auch in der Musik ausgezeichnete Kenntnisse besaßen, ist heute hingegen kaum mehr bekannt. Johann Philipp spielte selbst Violine und Laute, sein Bruder Rudolf Franz Erwein Violoncello und Viola da Gamba. Die Partituren der Stücke, die an ihrem Hof erklangen, sind heute noch in verschiedenen europäischen Archiven erhalten. In einem Wandelkonzert in der Residenz erklingen viele dieser Werke zum ersten Mal seit drei Jahrhunderten und geben einen Eindruck von den unterschiedlichen, faszinierenden Facetten des höfischen Lebens im 18. Jahrhundert.

Im ersten Teil des Konzerts, welcher in der Hofkirche stattfindet, stehen geistliche Kompositionen, Orgelwerke und Instrumentalwerke für Streicher und Trompeten auf dem Programm. Den zweiten Teil im Fürstensaal bilden weltliche Werke, darunter virtuose Violinkonzerte und Arien von Andrea Ziani und Anton Guretzky, sowie Kompositionen für Viola da Gamba.

Solisten: Armin Gramer – Countertenor, Esther Neumann – Violine, Christoph Prendl – Viola da Gamba, Petra Bader – Orgel und das Originalklang!Ensemble