Solisten

Orfeo Mandozzi
Orfeo Mandozzi, Cello 

Geboren im Tessin. Er setzte sich neben seiner glänzenden Karriere als Solist und als gesuchter Dozent (er ist Professor in Zürich, Würzburg und Internationalen Meisterkursen) auch intensiv mit den Spielregeln und erhaltenen Traktaten der historisch orientierten Interpretationspraxis auseinander. Besonders verdient gemacht hat er sich auf dem Feld der Alten Musik durch die genaue Forschung in Archiven und die interessanten Errungenschaften auf dem Feld der Celloliteratur. Zum Beispiel erschienen die Sonaten für zwei Violoncelli von Josef Fiala, deren Manuskripte der Künstler selbst in Klosterarchiven entdeckte, beim Verlag Doblinger (DM 1402). Weiters gab er ein "Konzert und Variationen" von Johann Baptist Vanhal, Parisinis Variationen und andere wichtige Werke heraus.In seiner Jugend debütierte er bereits vier Jahre nach Beginn des Violoncellostudiums im Rahmen des Eurovisionswettbewerbs als Solist mit Orchester. Er gewann erste Preise bei mehreren internationalen Wettbewerben, darunter Johannes Brahms, Osaka, UFAM Paris, Orpheus und Illzach. Studien in Cello, Komposition und Dirigieren folgten, die Abschlüsse am Konservatorium CNSM dem Mailänder Konservatorium, der Julliard School New York und der Wiener Musikuniversität erfolgten alle mit summa cum laude und Mention of Honor. Orfeo Mandozzi arbeitete regelmäßig mit führenden Cellisten, darunter Mstislav Rostropovich, Yo-Yo Ma, Harvey Shapiro, Paul Tortelier und Maurice Gendron. Neben einer langen Arbeitsbeziehung mit Boris Kuschnir hat er eine enge musikalische und persönliche Verbindung zu Bernard Greenhouse, der über ihn sagte: “Orfeo Mandozzi könnte einer der führenden Cellisten unserer Zeit sein.“Seine internationale Konzerttätigkeit als Solist umfasst Tourneen durch nahezu alle europäischen Länder, die USA, Süd- und Zentralamerika und den mittleren Osten, sowie zahlreiche Radio-, Fernseh- und CD-Produktionen. Insbesondere die CD-Aufnahmen spiegeln Orfeo Mandozzis weites Repertoire wider und enthalten preisgekrönte Solo- und Kammermusikaufnahmen. Allein die Welt-Ersteinspielung der Konzerte von Fiala wurde weltweit über 4000 Mal verkauft. Die Aufnahmen haben zahlreiche Preise errungen, und Orfeo Mandozzis Spiel als „so hinreißend,“ beschrieben, „dass man den Atem anhalten muss“ (pizzicato).Orfeo Mandozzi musiziert regelmäßig mit Nikolaj Znaider, Julian Rachlin, David Garrett, Gérard Caussé, Yuri Bashmet, Itamar Golan, Stefan Vladar und vielen anderen. Er ist außerdem Mitglied des Wiener Brahms Trios (Boris Kuschnir, Violine und Jasminka Stancul, Klavier). Als Solist konzertiert Orfeo Mandozzi u.a. mit den Dirigenten Fabio Luisi, Kristjan Järvi, Gerhard Markson, Andrew Litton, Hermann Breuer, Alfred Eschwé, Ola Rudner, Jesus Amigo, Giancarlo Andretta, Frederic Bouaniche, Filip Bral, Thomas Briccetti, Mario Venzago, Michail Jurowski, Denise Fedeli, Christian Kolonovits, Peter Keuschnig, Georg Mark, Gunnard Mattes, Andres Orozco-Estrada, Arid Remmereit, Karolos Trikolidis, Volker Schmidt-Gertenbach, Kees Bakels, Simon Blech, Philippe Entremont und viele andere…Orfeo Mandozzi konzertierte in den meisten wichtigen Konzertsälen, wie dem Musikverein Wien, Wiener Konzerthaus, Kölner Philharmonie, Alte Oper Frankfurt, Stefaniensaal Graz, Wigmore Hall London, Stuttgart Marmorsaal, Casals Hall Tokyo, Izumi Hall Osaka, Auditorio Nat. Madrid, Teatro Colon Buenos Aires, Teatro Montevideo, Tonhalle Zürich, Viktoria Hall Genf, Michael Paul Hall, Alice Tully Hall Lincoln Center, Carnegie Hall New York und trat bei Festivals wie dem Jerusalem Chamber Musik Festival, Salzburger Festspiele, Israel Cello Congress, Divonne Festival, Festival Cervantino, Festival La Coruna, Masterseries Wigmore Hall, Schubert Festival, Haydn Festival, Wiener Festwochen, Ancona Festival, Dubrovnik Festival, Langenargen Festival, Festival Austria, Prager Frühling, Festival St. Petersburg Weiße Nächte, Musica al Castello Bracciano, St. Petersburg Festival, Richter Festival Moskau, Bregenzer Festspiele, Lockenhaus Festival, Festival di Ravenna, Festival Organistico Magadino, Concerti di Locarno, Ceresio Estate und vielen anderen auf. Die Rezitale des Cellisten sind viel umjubelt und sehr begehrt. Nach einer Aufführung der Boccherini-Sonate sagte Rostropovich: “Orfeo Mandozzi hat das wunderschönste italienische Cantilena, das ich je gehört habe.“ Als außergewöhnlicher Interpret des Standardrepertoirs liegt Orfeo Mandozzi jedoch auch das zu unrecht unbekannte Repertoire am Herzen, darunter Werke von Nino Rota, Lalo, van Goens, Fiala und johann Michael Malzat. Daneben arbeitet der Cellist auch mit mehreren Gegenwartskomponisten zusammen. Im Jahre 2009 erscheinen mehrere CD-Einspielungen des Cellisten, darunter die Konzerte für Violoncello und Orchester von Jeral und Goltermann bei XXI. Century Records und Rezital-CDs, außerdem setzt Orfeo Mandozzi seine rege Konzerttätigkeit in Europa, Asien, den USA und dem mittleren Osten fort, u.a. bei Konzerten im Wiener Musikverein und Konzerttourneen durch Europa und Asien. Orfeo Mandozzi spielt ein Cello von Francesco Ruggeri aus dem Jahr 1675 (Cremona) und ein Violoncello von Giovanni Grancino (1720) und ein historisches Intrument mit blanken Darmsaiten besponnen.



http://www.pandolfisconsort.at/wp-content/uploads/2013/07/Arminio1.jpgArmin Gramer, Countertenor http://www.armin-gramer.at/
Geboren in Klagenfurt, studierte 1998 bis 2002 Sologesang in Wien bei Prof. Margarita Wagner-Kyriaki und schloss 2002 seine Studien im Fach Lied und Oratorium mit Auszeichnung ab. Seit 2001 studierte er weiters Sologesang bei Prof. Mag. Helga Meyer-Wagner und seit 2004 bei Prof. Julia Conwell am Konservatorium der Stadt Wien. Armin Gramer ist Countertenor mit einer bezaubernden hellen und äußerst kräftigen aber dennoch lieblichen Stimme und begeistert das Publikum stets mit seiner warmherzigen Ausstrahlung. Sein Repertoire erstreckt sich von Gesangspartien in Opern wie dem Orfeo in Orfeo ed Euridice von Christoph Willibald Gluck, dem Amor in John Blows Oper Venus und Adonis bis hin zu den weithin weniger bekannten Werken von Antonio Caldara, der ab 1716 unter Johann Joseph Fux Vizekapellmeister der Wiener Hofcapelle am Wiener Kaiserhof war, bis hin zu Arien aus der galanten Zeit und der Früklassik von Nicola Antonio Porpora und Johann Adolph Hasse. Armin Gramer begeisterte aber auch mit bekannten Arien von Antonio Vivaldi, Georg Friedrich Händel und Henry Purcell. Er konzertierte auf den großen Bühnen in Europa und Übersee mit namhaften Orchestern wie beispielsweise dem L`Orfeo Barockorchester, dem Clemencic Consort und sang in Opernhäusern wie etwa der Bayrischen Staatsoper, dem Hebbel Theater Berlin, der Wiener Kammeroper, dem Theater Aachen, den KunstFestSpielen Herrenhausen, dem Tongyeong Music Festival Korea, dem Budapest Barock Festival und dem Sydney Festival in Australien.  


richard_fullerRichard Fuller, Hammerklavier
Geboren im US-Bundesstaat Washington, studierte Richard Fuller Klavier und Musikwissenschaften an der Central Washington University und an der University of Oregon, Cembalo und Hammerflügel in San Francisco und Wien. Schwerpunkte der Arbeit des Künstlers bilden die Klavier- und Kammermusik sowie das Liedgutes der Wiener Klassik und Frühromantik der Söhne Bachs, der Komponisten J. Haydn, W. A. Mozart, L. v. Beethoven und F. Schubert, gespielt auf dem Fortepiano oder Hammerklavier.    Eine rege Konzerttätigkeit führt Richard Fuller seit 1982 in die Musikzentren Nordamerikas und Europas, wo er als Solist und Liedbegleiter  auftritt und als Gast bei zahlreichen Ensembles mitwirkt; so arbeitete er u. a. zusammen mit James Levine und den Wiener Philharmonikern, mit Emma Kirkby, Klaus Mertens, Wolfgang Holzmaier, Andrew Manze, Thomas Pietsch, dem Festetics-Quartett, der Wiener Akademie, Musica Aeterna Bratislava sowie dem von ihm gegründeten Wiener Fortepiano Trio. Konzert-, Radio- und Fernsehmitschnitte, Filmmusik, Rundfunkproduktionen und CD-Einspielungen, darunter etliche Erstaufnahmen, belegen seine umfangreiche  künstlerische Tätigkeit in Österreich, Deutschland, der Schweiz, Großbritannien und in den USA. Derzeit arbeitet der in Wien lebende Richard Fuller an einer Gesamteinspielung der Klavierwerke des französischen Pianisten und Komponisten Hyacinthe Jadin (1776 – 1800).   Richard Fuller wurde im  Jahr 2002 für seine künstlerische Arbeit zum “Distinguished Alumnus des Jahres 2002” der University of Oregon (USA) ernannt.


pavel_serbin

Pavel Serbin
Pavel Serbin wurde 1978 in Moskau geboren. Nach dem Abschluss der Gnessin-Spezialmusikschule studierte er Violoncello bei Dmitry Miller, Kammermusik bei Alexander Rudin und Quartettspiel bei Alexander Galkovsky am Konservatorium in Moskau. Ab 1999 besuchte er das Königliche Konservatorium in Den Haag, wo er Gambe bei Wieland Kuijken und Barockcello bei Jaap ter Linden studierte. Als Stipendiat des luxemburgischen Ministeriums für Kultur nahm er zudem Unterricht am Konservatorium in Ettelbrück bei Michel Rada-Igisch. Ab 2004 unterrichtete er selbst Barockcello, Quartettspiel und Kammermusik am Tschaikowsky-Konservatorium in Moskau. Pavel Serbin war Preisträger beim internationalen Wettbewerb für Alte Musik in Brügge (1999) sowie beim italienischen Premio Bonporti und beim Internationalen van Wassenaer Concours (beide 2000). Außerdem wurde er beim Juventus-Festival in Frankreich ausgezeichnet. Heute konzertiert Pavel Serbin in Europa und Russland; er gastierte u. a. bei den Musikfestspielen Potsdam Sanssouci, dem Festival van Vlaanderen, dem Festival für Alte Musik in St. Petersburg und dem Oude Muziek Festival in Utrecht. Sein Repertoire umfasst virtuose Cellomusik, Stücke für Viola da gamba sowie Quartette und Kammermusik mit Klavierbegleitung. Bereits 1997 gründete Pavel Serbin zusammen mit der Pianofortespielerin Olga Martynova das Ensemble A La Russe. Seit 2003 leitet er das Pratum Integrum Orchestra, ein russisches Orchester, das auf historischen Instrumenten spielt. Seit 2008 ist Pavel Serbin verstärkt auch als Dirigent tätig. Seine Diskographie umfasst zwei Solo-CDs, eine Kammermusikaufnahme mit Musik von Beethoven, Einspielungen mit der Hofkapelle München und Rüdiger Lotter sowie vierzehn Aufnahmen mit Werken für Solocello. 2008 erschien eine Solo-CD mit den Cellosonaten op. 1 von Jacob Klein dem Jüngeren.


benedict ziervogelBenedict Ziervogel
Benedict Ziervogel stammt aus Wien/Österreich und erhielt seinen ersten Kontrabassunterricht im Alter von 16 Jahren am Kärntner Landeskonservatorium. Nach dem Abitur folgte ebendort ein Vollstudium in den Fächern Kontrabass, Komposition und Dirigieren. Weitere Studien absolvierte er an der Kunstuniversität Graz (Kontrabass bei Johannes Auersperg, Violone/Viola da gamba bei Lorenz Duftschmid) sowie an der Musikhochschule Zürich bei Prof. Duncan McTier (Kontrabass) und schloss diese jeweils mit Auszeichnung ab. Es folgten Engagements an der Wiener Volksoper, dem Tonkünstler-Orchester Niederösterreich und als Solobassist im Orchestra Ensemble Kanazawa/Japan, sowie im Württembergischen Kammerorchester Heilbronn. 
Er war Professor an der Gustav Mahler-Akademie Bolzano/Bozen und der Internationalen Sommerakademie Feldkirchen. Seit 2012 ist er Leiter einer Kontrabassklasse am Prayner Konservatorium für Musik und dramatische Kunst Wien. Zahlreiche Engagements führen ihn immer wieder u. a. an die Oper Zürich, zum Stuttgarter Kammerorchester, dem Südwestdeutschen Kammerorchester Pforzheim und dem Ensemble musikFabrik. Seit 2013 ist er Solobassist im Ensemble Resonanz.
Benedict Ziervogel ist nicht nur als leidenschaftlicher Kammermusiker im In- und Ausland bekannt – er beschäftigt sich sehr intensiv mit der historischen Aufführungspraxis mit besonderem Schwerpunkt „Wiener Klassik“-, sondern auch als Experte für zeitgenössische Musik. Dafür sprechen zahlreiche Uraufführungen und Kompositionsaufträge.


_DSC6236Esther-Rebecca Neumann
Geboren in Linz in Österreich. Sie schloss ihr Violinstudium im Konzertfach an der Musikuniversität Wien ab. In ihrer Jugend gewann sie erste Preise bei nationalen Wettbewerben. Sie musizierte in verschiedenen Symphonieorchestern wie dem Tonkünstler Orchester, dem Concertverein, dem Ambassade Orchester und dem Orchester Neue Oper Wien. Die zahlreichen Tourneen führten sie durch Europa und Asien. Ihre Studien der Historischen Aufführungspraxis führten sie in die größten europäischen Barockmusikzentren. Sie erlangte Diplome bei Michi Gaigg am Brucknerkonservatorium in Linz, bei Petra Müllejans in Frankfurt am Main und bei Lucy Van Dael am Conservatorium van Amsterdam. Konzerte, Radio- und Fernsehübertragungen mit international rennomierten Ensembles und Orchestern wie dem L`Orfeo Barockorchester, Academia Montis Regalis, dem Ensemble Suavissima Musica Christo und dem Freiburger Barockorchester führten sie durch Europa und Amerika. Als musikalische Leiterin des Musikensembles Originalklang!Orchester sucht sie interessante und weithin unbekannte Musikwerke und ist um eine harmonische Programmzusammenstellung bemüht. Die Solisten des Originalklang!Orchesters und weitere Gäste musizieren auch als Originalklang!Ensemble  in verschiedenen Besetzungen. Meist werden diese Konzerte durch literarische Darbietungen erweitert.


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Christoph Urbanetz http://www.christophurbanetz.com
Geboren In Wien. Er studierte bei Lorenz Duftschmid an der Musikuniversität in Graz, bei Paolo Pandolfo an der Schola Cantorum Basiliensis in Basel – wo er 2004 sein Diplom mit Auszeichnung abschloss –  sowie bei Vittorio Ghielmi am Conservatorio de la Svizzera Italiana in Lugano und am Mozarteum Salzburg. Von 2001 bis 2003 besuchte er Meisterklassen bei Jordi Savall in Barcelona.2006 gewann Christoph Urbanetz beim 3.Internationalen Bach-Abel Wettbewerb in Köthen den Sonderpreis für die beste Bach Interpretation sowie den 2.Preis. 2007 erspielte er sich beim Internationalen Wettbewerb für Viola da gamba in Sevilla den 1.Preis. 2011 gewann er den Romanus Weichlein – Preis beim 2.Internationalen Biber Wettbewerb in St.Florian bei Linz und war Preisträger beim Internationalen Schmelzer-Wettbewerb in Melk.

Christoph Urbanetz tritt als Solist (u.a. im Musikverein Wien 2010 und 2013, bei den Festwochen für Alte Musik Innsbruck 2009, Resonanzen 2009 im Konzerthaus Wien, Forum Alte Musik Zürich 2008 und 2012, Teatro al Verme Mailand 2008, Reutlingen Musica Antiqua 2010, London und Cambrige 2010) und mit Ensembles wie Il Giardino Armonico (Giovanni Antonini), Concentus Musicus (Nikolaus Harnoncourt), Clemencic Consort (René Clemencic), Il Suonar Parlante (Vittorio Ghielmi), Labyrinto (Paolo Pandolfo), Wiener Akademie (Martin Haselböck), Ars Antiqua Austria (Gunar Letzbor), Dresdner Staaskapelle (Reinhard Goebel), Klingekunst, Accentus Austria, Armonico Tributo Austria  auf. Außerdem arbeitete er mit dem italienischen Popsänger Vinicio Capossela und dem Cellisten Mario Brunello zusammen und trat mit Musikern wie Vittorio Ghielmi im Duo auf. Zahlreiche Auftritte im Rundfunk, CD-Aufnahmen und TV Produktionen (z.b. „Membra Jesu Nostri“ unter René Jacobs) runden die Tätigkeit des jungen Musikers ab. 2009 erschien sein Album „The Forqueray Family“ bei Brilliant Classics.Seit 2008 unterrichtet Christoph Urbanetz Viola da gamba an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Graz sowie seit 2012 bei der Austria Barock Akademie in Gmunden.